Endodontie (Wurzelkanalbehandlung)
Stark kariöse oder entzündete Zähne verursachen häufig
massive Schmerzen. Auslöser für diese Beschwerden
sind Bakterien, die in die Pulpa (Zahnmark: Organ aus Blutgefässen, Nervenbahnen,
Bindegewebe) eingedrungen sind
und dort für einen fortschreitenden Zerfall des Gewebes und
der Nervenfasern sorgen.
Dieser Prozess kann sich in fortgeschrittenem Stadium bis in
den Knochen ausbreiten, der den Zahn umgibt, und dort für
eine Entzündung und Auflösung desselben sorgen.
Da die Blutgefässe im Zahn durch die Entzündung bereits
zerstört sind, kann sich der Körper nicht mehr selbst heilen.
Wird keine Therapie eingeleitet, kommt es zum Verlust des
Zahnes und durch die Ausbreitung der Bakterien und ihrer
Stoffwechselprodukte (Endotoxine) im gesamten Körper evtl.
zu allgemeinmedizinischen Problemen (z.B. Herzmuskelentzündungen, Gelenkentzündungen, Nierenentzündungen, etc.).
Eine hochwertige endodontische Therapie nach modernen Erkenntnissen kann hier
Abhilfe schaffen.
Die durchschnittliche Erfolgsquote für eine Wurzelbehandlung
ohne Einsatz moderner Techniken ( OP-Mikroskop, maschinelle
Aufbereitung, thermoplastische Wurzelfüllung, etc.) liegt bei ca.
50 %.
Ursachen für diese ungünstige Prognose sind sowohl eine un
vollständige Reinigung, respektive Aufbereitung des Wurzelkanalsystems, als
auch eine unvollständige Wurzelfüllung.
Diese unzureichende Behandlung kann weitreichende Folgen
haben. So kommt es in der Regel zu chronischen Entzündungsprozessen an der
Wurzelspitze, welche die Lebenserwartung des
Zahnes erheblich verringern. Als Folge dieser Entzündung müssen
die betroffenen Zähne häufig entfernt werden.
Der Zahnverlust führt dann zu aufwändigeren und kostenintensiveren
Behandlungen (z.B. Implantatversorgungen oder umfangreiche
Brückenrekonstruktionen), als es eine Wurzelkanalbehandlung
nach neusten Methoden und mit Hilfe moderner Materialien
erfordern würde.
Obwohl keine Erfolgsgarantie gegeben werden kann, sind wir in der
Lage mit Hilfe moderner endodontischer Maßnahmen langfristige
Erfolgsquoten auf hohem medizinischem Niveau (ca. 90 - 95 %)
zu erzielen.